Mittwoch, 29. Januar 2014

Elimination Chamber am Horizont: Schadensbegrenzung oder Master Plan?

Gestern noch habe ich mich über Anti-Wrestler Batista ausgelassen, und auch über Daniel Bryan und sein Fehlen im Royal Rumble das eine oder andere Wort verloren. Doch was bedeuten die mittlerweile getätigten Ankündigungen für das letzte PPV vor WrestleMania XXX, Elimination Chamber, für Bryan, die Fans und die Zukunft der WWE?

Wie üblich: Spoiler folgen.

Das kommende WWE Network ist eine großartige Sache: für schlanke $10 pro Monat gibt es alle Shows (inklusive dem heimlichen Highlight NXT), das komplette Archiv, neue Shows und alle PPVs. Das ist alles andere als übel (und schlecht daran nur, dass es nicht vor 2015 nach Kontinentaleuropa kommen wird). Das WWE Network startet einen Tag nach Elimination Chamber (23./24.2.2014).

Es ist ein ziemliches Risiko. Die klassischen Verkäufe für die PPVs werden einbrechen, und so muss das WWE Network flott zum ausgewachsenen finanziellen Standbein (neben Merchandise) heranwachsen. Dazu sind laut diversen Quellen 1 Million Abos nötig. Das ist kein Pappenstiel.

Doch es kam der Royal Rumble, und die WWE, verkörpert durch die "Authority", meinte, es wäre eine gute Idee, die Fans so derbe wie möglich zu enttäuschen. Glückwunsch, das hat funktioniert. Viele Abos dürften sie so aber nicht verkaufen. Wird bei Elimination Chamber alles wieder wett gemacht?

Das auf den RR folgende RAW war entweder die WWE im Schadensbegrenzungsmodus, oder es war von Anfang an die geplante weitere Station für Bryan: Er ist, neben Cena und Sheamus, mit Orton im Chamber.

Das Fehlen von CM Punk beim vergangenen RAW war merklich. Nun gibt es Gerüchte, dass Punk auf unbestimmte Zeit nach Hause ist. Zu lädiert, zu frustriert, man weiß es nicht, doch offenbar letzteres.

Was Punk zu nerven scheint -- der übertriebene Fokus auf (vermeintlich) große Namen, die ihren Zenit weit hinter sich gelassen haben, was zeitgleich den Fokus auf die Arbeitspferde der WWE vermindert -- ist genau das, was langjährige Fans, welche die WWE regelmäßig und nicht nur zu 'Mania verfolgen, ebenfalls nervt. Dass Punk nun Konsequenzen zu ziehen scheint, macht die Situation für die WWE nur noch prekärer: eine Person, die theoretisch für ordentlich Anreiz zum Abobestellen liefern könnte, ist erst einmal futsch.

Und Bryan? Weitere Gerüchte besagen, dass es für Sheamus an der Zeit für einen Heel-Turn ist. Dann könnte er dafür sorgen, dass Bryan nicht als Champion aus der Chamber tritt, und die beiden könnten ihre Streitigkeiten zu WrestleMania austragen. Zum dritten Mal. Wunderbar.

Doch nun, wo Punk außen vor bleiben muss, wird es vielleicht doch Bryan versus Triple H (statt, wie wohl ursprünglich geplant, Punk versus Triple H). Auch das wäre nicht, was die Fans sehen wollen: Bryan im Kampf um das Championship.

Der Gau ist bereits eingetreten. Für das WWE Network sieht es nicht sonderlich gut aus, aber noch ist es zu retten. Der Super-Gau für die WWE wäre Orton versus Batista bei Wrestlemania. Die Halle würde implodieren.

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