Allen leichten Einschränkungen zum Trotz, die WWE macht gerade so viel richtig, dass es fast schon verdächtig ist. An Extreme Rules, dem bevorstehenden PPV, kann dies deutlich abgelesen werden.
Letztes Jahr war es eine eher maue Veranstaltung. Einzig die beiden Shield-Siege (Ambrose als US-Champ und Reigns/Rollins als Tag Team-Champs) waren von nachhaltiger Relevanz. Das Main Event Cena versus Ryback war so granatendumm, dass es immer noch weh tut – das "Last Man Standing" Match endete, als Ryback Cena durch die Mauer rammte, woraufhin das Match abgebrochen und als No Contest gewertet wurde, ungeachtet der Tatsache, dass nur Cena danach nicht mehr aufstand. "Extreme Rules" meinen bleichen Hintern.
Und dieses Jahr? Die Card ist jetzt schon überzeugend. Big E verteidigt (endlich) den Intercontinental Title, und zwar gegen einen Turniersieger – so einfach kann es sein, ein Match bedeutend erscheinen zu lassen. John Cena muss erneut gegen Bray Wyatt ran, und wenn Wyatt jenseits der Mid-card antritt, bin ich automatisch zufrieden. Evolution ist wieder zusammen (vergessen wir mal den alten Mann mit der pausenlos blutenden Stirn) und legt sich mit The Shield an. NXT Women's und WWE Diva Champion Paige muss ihren WWE-Titel gegen Tamina verteidigen. Und Bryan hat es mit dem wieder maskierten Kane zu tun ...
Beim letzten Match war ich anfangs etwas skeptisch. Evolution versus Shield wird vermutlich das Main Event (wetten?). Trotzdem: das vergangene RAW hat dahingehend genau die richtige Bahn eingeschlagen: Kane zerstört (unter dem Protest von Stephanie McMahon) Bryan unter anderem mit drei Piledrivern. Vermutlich sehen wir Bryan bis Extreme Rules gar nicht mehr. Von der gemeinsamen Geschichte der beiden ganz zu schweigen freue ich mich nun auf diesen Titelkampf. Und Kane ist wieder, wie er sein soll.
Alles in allem: nach der überzeugenden WrestleMania gibt die WWE alles, dieses Niveau zu halten. Und es scheint zu funktionieren.
Mittwoch, 23. April 2014
Donnerstag, 17. April 2014
Die Kreationisten der Evolution, oder: der Fluch des WWE-Championships
Es war einmal CM Punk. Erinnert sich noch jemand an seine Zeit als WWE Champion?
Wie folgt steht es in den Geschichtsbüchern: Punk wirft Ende Juni 2011 seine "Pipebomb", in welcher er unter anderem ankündigt, dass sein Vertrag nach Money in the Bank auslaufen würde, was bedeutet, dass der Gürtel die WWE mit Champion Punk verlässt. Punk gewinnt gegen John "John Cena" Cena, haut mit Gürtel und Titel ab (was selbst Kofferträger Alberto Del Rio nicht verhindern kann), und ist erstmal weg. Zwischenzeitlich veranstaltet die WWE ein Mini-Turnier, um einen neuen Titelträger zu küren. Gewinner des Turniers: Rey Mysterio. Weil aber nicht sein kann was nicht sein darf, nimmt Cena Rey kurzerhand den Titel wieder ab. Punk kommt zurück, und die beiden Champions treten beim SummerSlam gegeneinander an – Punk gewinnt, doch anschließend löst Alberto Del Rio seinen Koffer ein, und zwar erfolgreich.
Punk war aber, dank Pipebomb und explosivem Titelgewinn, mittlerweile mindestens die Nummer Zwei der WWE, und die Fans (und viele aus dem direkten WWE-Umfeld) waren mit Punks kurz gehaltenem Championship wenig zufrieden. Die versuchte Demontage (Niederlage gegen Ruheständler Triple H) blieb erfolglos, und zur Survivor Series holt Punk sich den Titel zurück, um den Titel dann 434 Tage lang zu halten.
Warum ich das alles widerkäue? Weil wir ein Problem haben.
Wie folgt steht es in den Geschichtsbüchern: Punk wirft Ende Juni 2011 seine "Pipebomb", in welcher er unter anderem ankündigt, dass sein Vertrag nach Money in the Bank auslaufen würde, was bedeutet, dass der Gürtel die WWE mit Champion Punk verlässt. Punk gewinnt gegen John "John Cena" Cena, haut mit Gürtel und Titel ab (was selbst Kofferträger Alberto Del Rio nicht verhindern kann), und ist erstmal weg. Zwischenzeitlich veranstaltet die WWE ein Mini-Turnier, um einen neuen Titelträger zu küren. Gewinner des Turniers: Rey Mysterio. Weil aber nicht sein kann was nicht sein darf, nimmt Cena Rey kurzerhand den Titel wieder ab. Punk kommt zurück, und die beiden Champions treten beim SummerSlam gegeneinander an – Punk gewinnt, doch anschließend löst Alberto Del Rio seinen Koffer ein, und zwar erfolgreich.
Punk war aber, dank Pipebomb und explosivem Titelgewinn, mittlerweile mindestens die Nummer Zwei der WWE, und die Fans (und viele aus dem direkten WWE-Umfeld) waren mit Punks kurz gehaltenem Championship wenig zufrieden. Die versuchte Demontage (Niederlage gegen Ruheständler Triple H) blieb erfolglos, und zur Survivor Series holt Punk sich den Titel zurück, um den Titel dann 434 Tage lang zu halten.
Warum ich das alles widerkäue? Weil wir ein Problem haben.
Mittwoch, 16. April 2014
Best for Business: Wie das WWE Network Einfluss auf WWE Creative nimmt
Als ich heute morgen die Zahlen zu WrestleMania 30 sah, ist mir eine Sache klar geworden: das WWE Network ist nicht nur ein cleverer Schachzug und ein großes Risiko (welches sich bis hierhin auszuzahlen scheint), sondern es ändert grundlegend den kreativen Unterbau der WWE.
Bis hierhin war die WWE allzu oft auf den kurzfristigen Profit aus, insofern, als dass PPVs so aufgebaut waren, dass möglichst viele PPVs gekauft wurden. Das klingt brutalbanal (und ist es auch), und gilt doppelt und fünffach für WrestleMania.
Doch nun, in Zeiten des WWE Network, muss es ein anderes Ziel geben: möglichst viele Subscriber gewinnen.
Werden Ex-Wrestler ins Main Event gehoben, gewinnt das keine Subscriber. Gleiches gilt bei eklatanter Missachtung von Publikumsfavoriten – in der Vergangenheit hatte die WWE oft krampfhaft an der Maxime festgehalten, dass die WWE die "Superstars" macht, und nicht die Wrestler selber; so gab es häufig eine Demontage jener Favoriten (auch Daniel Bryan selber wurde nicht zufällig in 18 Sekunden eingemacht). Und so weiter, und so fort.
WrestleMania 30 war ein erstes Indiz, dass die WWE dies verstanden hat. Für uns als Fans kann das nur gut sein. Hoffen wir, dass es so bleibt – und nicht nur in unserem Interesse.
Zwar wäre es denkbar, dass PPVs in Zukunft nur noch mehr das folgende PPV aufbauen (auch das, wenn übertrieben, eine Unart, die wir in der Vergangenheit ab und an ertragen mussten). Doch wenn das Main Event einer PPV ein maues Ende aufweist, hilft dies auch nicht beim Absatz weiterer Subscriptions.
Das soll nicht bedeuten, dass die WWE nun am Gängelband des Publikums ist und nur noch blind dessen Wünsche erfüllt. Im Gegenteil: würden sie dies versuchen, wäre schnell die Luft raus, das liegt in der Natur des Wrestlings. Vielmehr müssen sie nun, mehr als zuvor, auf intelligente Storylines und nachhaltige Charakterentwicklung setzen (und natürlich ein hochwertiges Wrestling).
Ich wünsche viel Erfolg.
Bis hierhin war die WWE allzu oft auf den kurzfristigen Profit aus, insofern, als dass PPVs so aufgebaut waren, dass möglichst viele PPVs gekauft wurden. Das klingt brutalbanal (und ist es auch), und gilt doppelt und fünffach für WrestleMania.
Doch nun, in Zeiten des WWE Network, muss es ein anderes Ziel geben: möglichst viele Subscriber gewinnen.
Werden Ex-Wrestler ins Main Event gehoben, gewinnt das keine Subscriber. Gleiches gilt bei eklatanter Missachtung von Publikumsfavoriten – in der Vergangenheit hatte die WWE oft krampfhaft an der Maxime festgehalten, dass die WWE die "Superstars" macht, und nicht die Wrestler selber; so gab es häufig eine Demontage jener Favoriten (auch Daniel Bryan selber wurde nicht zufällig in 18 Sekunden eingemacht). Und so weiter, und so fort.
WrestleMania 30 war ein erstes Indiz, dass die WWE dies verstanden hat. Für uns als Fans kann das nur gut sein. Hoffen wir, dass es so bleibt – und nicht nur in unserem Interesse.
Zwar wäre es denkbar, dass PPVs in Zukunft nur noch mehr das folgende PPV aufbauen (auch das, wenn übertrieben, eine Unart, die wir in der Vergangenheit ab und an ertragen mussten). Doch wenn das Main Event einer PPV ein maues Ende aufweist, hilft dies auch nicht beim Absatz weiterer Subscriptions.
Das soll nicht bedeuten, dass die WWE nun am Gängelband des Publikums ist und nur noch blind dessen Wünsche erfüllt. Im Gegenteil: würden sie dies versuchen, wäre schnell die Luft raus, das liegt in der Natur des Wrestlings. Vielmehr müssen sie nun, mehr als zuvor, auf intelligente Storylines und nachhaltige Charakterentwicklung setzen (und natürlich ein hochwertiges Wrestling).
Ich wünsche viel Erfolg.
Dienstag, 15. April 2014
Wrestlemania: Hui
Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, seit das letzte Mal eine Wrestlemania mehr als nur punktuell zufriedenstellend war. Dass sogar das Main Event sehenswert war, ist noch länger her.
War es, weil CM Punk die WWE verlassen hat, und deshalb die Card ordentlich und gewinnbringend durchgemischt wurde? War es, weil dies schon immer der Plan war ("slow burn")?
Im Endeffekt ist es egal. Alles ist gut – und ich meine nicht nur die Geschichte um den neuen WWE World Heavyweight Champion, auch wenn das natürlich an erster Stelle steht.
Da es sich um Mania handelt, spare ich mir die Spoiler-Warnung, denn wer die Mania-Ergebnisse auszublenbden versucht, hat im Internet nichts verloren (ist ja nun ohnehin zu spät, siehe oben).
War es, weil CM Punk die WWE verlassen hat, und deshalb die Card ordentlich und gewinnbringend durchgemischt wurde? War es, weil dies schon immer der Plan war ("slow burn")?
Im Endeffekt ist es egal. Alles ist gut – und ich meine nicht nur die Geschichte um den neuen WWE World Heavyweight Champion, auch wenn das natürlich an erster Stelle steht.
Da es sich um Mania handelt, spare ich mir die Spoiler-Warnung, denn wer die Mania-Ergebnisse auszublenbden versucht, hat im Internet nichts verloren (ist ja nun ohnehin zu spät, siehe oben).
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