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| Zwei Stunden vor Beginn |
Weil es trotzdem ganz großes Vergnügen war.
Ein kurzer Bericht folgt nach dem Wechsel.
Die Halle war weitaus mehr gefüllt als befürchtet; offenbar interessiert sich in Köln niemand dafür, dass es sich um die B-Show der B-Show handelt. Die zahlreich vertretenen Cena- und Punk-Shirts (Platz 3: Ryback) legten hiervon Zeugnis ab, denn dass diese beiden in Köln ihre Aufwartung machen würden, war selbstredend ausgeschlossen.
Carsten Schäfer tat sein Möglichstes, die spaßverderbenden Regeln (Kein Blitzlicht? Was ist aus "for the benefit of flash photography" geworden?!) gut gelaunt zu verbreiten, aber das nur am Rande.
Das erste Match war Fandango gegen Ted DiBiase. Von der WWE war es nicht dumm, die Show mit Fandango zu eröffnen, und das #Fandangoing war mitreißend (nur unser Block wollte nicht so recht in Fahrt kommen). DiBiase war sehr gut in der Lage, das Publikum einzubeziehen und das Fandangoing als Verhöhnung von Fandango zu verkaufen. Alles in allem ein überzeugendes Match und ein guter Anfang, auch wenn sich so manche gewundert haben mögen, dass DiBiase nach wie vor in der WWE ist ...
Ein besonderes Highlight war Justin Gabriel, der in einem Tag-Match mit Alex Riley gegen Primo und Epico tatsächlich seinen 450° Splash vom obersten Ringseil zeigte. Ein riskantes Manöver, und House Shows sind notorisch für das zurückhaltende Niveau.
Die erste Hälfte der Show wurde mit Sheamus gegen Mark Henry beendet, und hier wachte der Saal zum ersten Mal komplett auf. Obwohl: eine vorherige Extremreaktion war auf Big Show, der in einem Handicap-Match gegen die Usos gewann. Nicht nur wurde Show bejubelt, sein Gang zum Ring wirkte wie der Auftritt eines "Publikumsfavoriten" (Face), als er die Fans der Reihe nach abklatschte.
Doch zurück zu Sheamus. Dieser sammelte ordentlich Pluspunkte (zumindest bei mir), als er nach dem Kampf versuchte, den ihn zugeteilten Security-Typen zu verarschen. Dieser war angehalten, immer einen Schritt hinter Sheamus zu bleiben, und so rannte Sheamus stetig vor und zurück, teils mit Handgesten den Aufpasser auffordernd, ihm zu folgen. Am Ende machte sich beim Wachmann Resignation breit; ein weiterer Sieg für Sheamus.
Die zweite Hälfte bot Wade Barrett gegen Santino Marella in einem Titelmatch um den Intercontinental Title (erfolgreich verteidigt von Barrett), in dem Marella ordentlich Meta-Humor bewies, als er, schwer angeschlagen, immer in die andere Ringecke rollte, als Barrett auf das oberste Ringseil stieg.
Das Match des Abends war Alberto del Rio gegen Jack Swagger in einem No-Disqualification-Match. Hier war gerade die Interaktion mit dem Publikum top, denn die Rufe "We want tables!" wurde von beiden Wrestlern erfüllt.
Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch New Age Outlaws und Randy Orton versus The Shield. Die Outlaws, "Road Dogg" Jesse James und "Bad Ass" Billy Gunn, waren trotz Ruhestand in keiner Weise eingerostet. Das Match ging in Ordnung, auch wenn das Ende (Reigns benutzt einen Stuhl als Waffe, ergo wurde The Shield disqualifiziert) arg abrupt war. Das Publikum bekam den lauthals geforderten RKO immerhin direkt nach dem Match.
Am Ende gab es für uns nur eine große Enttäuschung bei dieser doch recht gelungenen Veranstaltung: Team Hell No war nicht dabei, obwohl sie auf den Plakaten (neben Sheamus, Del Rio und Orton) angekündigt waren. Das war gleich doppelt ärgerlich, denn unsere Gruppe hatte sich explizit auf diese beiden vorbereitet, wie im Bild zu sehen ist. Schade.
Trotzdem: wer Wrestling mag, und die Möglichkeit hat, sich ein Live-Event anzusehen, sollte diese Gelegenheit wahrnehmen. Es lohnt sich. Versprochen.


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