(Höchstens milde Spoiler.)
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| J.R.R. Tolkien |
Wie wohltuend ist im Vergleich zum landesüblichen Fantasy-Gedöns Game of Thrones, jener HBO-Serie, die sich an A Song of Ice and Fire anlehnt und deren Titel vom ersten Band der Reihe entliehen ist (welcher jedoch A Game of Thrones heißt). Orks und Elfen sucht man vergebens, es gibt ausschließlich Menschen (von einer ominösen, wenig greifbaren Bedrohung jenseits der (zugegeben phantastischen) riesigen Mauer aus Eis einmal abgesehen).
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| Peter Dinklage |
Besondere Beachtung verdienen Harry Lloyd (Doctor Who-Sehenden noch gut im Gedächtnis aus der Doppelfolge Human Nature / Family of Blood als der "Sohn" der "Familie") in der Rolle des ecklig-überheblichen Viserys Targaryen und Peter Dinklage als Tyrion Lannister.
Bei einem Staffelbudget von über 50 Millionen Dollar verwundert es nicht, dass Game of Thrones gleichzeitig bildgewaltig und mit Liebe zum Detail daher kommt. Dass George R. R. Martin, der Autor der Buchreihe, auch am Script beteiligt war, sorgte wohl mit dafür, dass die Drehbücher die hohe Qualität in allen Bereichen beibehalten.
Dass am Ende der ersten Staffel dann doch der Fantasy Tür und Tor geöffnet wird, ist nicht schlimm, im Gegenteil - zu diesem Zeitpunkt ist es eine willkommene Bereicherung.
Und nur um das klar zu stellen: ich habe nicht prinzipiell etwas gegen Fantasy. Wenn sie gut gemacht ist, immer her damit. Und Game of Thrones ist mehr als nur gut gemacht.
Für George R. R. Martin ergibt sich nun einiges an Stress: Der fünfte Band (A Dance with Dragons) ist gerade erst erschienen. Damit der TV-Serie, die sich pro Staffel an einen Buchband orientieren soll, nicht irgendwann der Stoff ausgeht, müssten bis 2016 beide noch ausstehenden Bände veröffentlicht sein. Für die letzten beiden Bände benötigte Martin jedoch jeweils knapp fünf Jahre.


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