Elimination Chamber (oder, wie es im sensiblen Deutschland heißt, No Escape) ist vorüber, und es hätte fast nicht vorhersehbarer sein können -- eine Todsünde beim geskripteten Wrestling. Und trotzdem war es keine völlige Katastrophe.
Spoilerwarnung!
Die Rhodes-Brüder gegen Rybaxel in der Pre-Show war eines von zwei nicht 100%ig vorhersehbaren Matches. Kein Wunder, war es doch ein völlig kontextbefreites Match -- eine weitere Todsünde im Wrestling. Die Rhodes gewinnen. Ok, und?
Big E versus Jack Swagger ... hätte das anders ausgehen können als mit einem Sieg von Big E? Auch hier fehlte zudem eine Story. (Immerhin wird der IC Titel verteidigt. Der US Titel bleibt abwesend. Überhaupt: es scheint, als würde Dean Ambrose diesen noch nicht einmal mehr mitnehmen. Warum auch?)
New Age Outlaws besiegen die Usos. Zugegeben, das hätte auch anders ausgehen können, und es ist eine kleine Überraschung, dass die NAOs nicht nur Übergangschampions sind. HHH kümmert sich um seine Kumpels?
Titus O'Neil gegen Darren Young. Lahmes Match zweier relativ unerfahrener Wrestler, aber immerhin: mit Story.
Wyatt Family versus The Shield -- zwar war auch der Ausgang dieses Matches vorher ersichtlich, aber wenn ein Match derartige Qualitäten aufweist, und wenn ein Match den vermeintlich bekannten Ausgang mehrfach erfolgreich in Frage stellt, kann ich nicht böse sein. Hier machen nicht nur die Wrestler vor und im Ring alles richtig, sondern die WWE selber. So und nicht anders erzählt man im Wrestling eine Geschichte. (Und das Publikum war eine Freude. "Let's go Wyatts" - "Let's go Shield", im Rhythmus des bekannten "Let's go Cena" - "Cena sucks", nur ohne Kinderchor.)
Cameron versus AJ Lee. Nichts gegen AJ, nur Cameron sollte nicht in einem PPV antreten.
Bahtista besiegt Del Rio. Oh, Batista hat gewonnen? Sachen gibt's.
Randy Orton hält seinen Titel. Daniel Bryan wird hinterrücks attackiert. Cena kann nur unfair besiegt werden (und, oh nein, Bray Wyatt wird nun der Cena-Maschine zum Fraß vorgeworfen, nicht?). Die einzige wirkliche Überraschung im Chamber war die Elimination von Sheamus durch Christian.
Alles in allem war EC hinsichtlich der Vorbereitung auf WrestleMania eine Enttäuschung. Mick Foley hatte anschließend allerdings große Hoffnungen in das folgende RAW gesetzt. Nun ja, so viel dazu. Was geschehen ist? Hatte ich gestern schon erwähnt.
Die WWE gefällt sich offenbar in der Rolle als Troll. Wenn sie am Ende noch die Kurve kriegen (Stichtag: WM XXX), weden sie behaupten, es sei alles ein Plan gewesen.
Batista wird übrigens bei Smackdown am Freitag einen Heel-Turn hinlegen. Dann werden sie versuchen, seine nukleare X-Pac Heat (auch Go-Away-Heat genannt) zum Positiven zu drehen, was nicht funktionieren kann ("Boring!")
Es bleibt "spannend". Und zumindest das muss ich zugeben: mein genereller Frust ist einem gewissen Interesse gewichen.

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