Dienstag, 4. Februar 2014

Lass alle Hoffnung fahren: die WWE reißt das Ruder rum, und alles wird schlimmer

Gestern war RAW. Es war die erste Live-Veranstaltung, zu der die WWE zeigen konnte, dass sie aus den derben Fehlern vor, während und nach dem Royal Rumble gelernt hat, dass die zweitägige Notfallsitzung von Erfolg gekrönt war, dass sie das Fehlen von CM Punk kompensieren, dass sie verstanden haben.

Spoiler folgen, wenn auch größtenteils nicht weiter wichtige.

Das Main Event hatte es in sich. Daniel Bryan besiegt Randy Orton in einem Match auf PPV-Niveau (und nicht bloß Malen-nach-PPV-Zahlen wie Orton versus Cena beim Royal Rumble), und das trotz Einmischung von (Citizen) Kane auf der Seite von Orton. Anschließend wird Bryan von Kane geplättet. So weit, so hervorragend ... wenn man nun nur nicht den Eindruck hätte, Daniel Bryan soll als Ersatz für CM Punk dessen Story ausfüllen.

Noch mal in klaren Worten: CM Punk hört auf, weil er nicht nur eine Pause braucht, sondern auch, weil er zutiefst unzufrieden mit der ihm zugedachten Rolle (und der WWE allgemein) ist. Währenddessen schlägt Daniel Bryan derart hohe Wellen beim Publikum wie weiland Stone Cold Steve Austin. Das Ergebnis der zweitägigen Session der "Kreativabteilung": Bryan statt Punk in die Story, die Punk zum Weggehen veranlasst hat. Huzzah!

Zugegeben, dass gleich Punk und Cena (wegen Verletzung) fehlen, ist schwer zu verkraften. Und es sind auch nicht viele Wrestler am Start, welche die Lücke füllen könnten. Doch wenn einer eurer Top-Wrestler deutlichst zu verstehen gibt, dass diese Story, so wie sie geplant ist, Mist ist, dann steckt doch nicht euren verheißungsvollsten Wrestler in eben diese.

Sheamus versus Bryan fällt vielleicht flach, aber Bryan versus Kane oder Bryan versus HHH ist nur marginal besser. Zumindest (bevor wir uns falsch verstehen) zu WrestleMania, und zumindest, wenn Bryan nicht den Titel hat. Den da gehört er hin, und nirgendwo sonst.

Und bevor nun gesagt wird, dass ein Sieg über Orton ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist: erzählt das nicht mir, erzählt das Kofi Kingston (der vor zwei Wochen Orton sauber besiegte, ohne Folgen für Kingstons Titelaussicht).

Der Rest von RAW war auch nicht besonders. Am Schlimmsten war noch das Debut von Emma. Logisch: eine "Diva" tritt zum ersten Mal an, da ist ein "Dance Off" das beste Mittel, sie zu etablieren. Bravo, WWE.

Das Einzige, was zur Zeit das Einschalten lohnt, ist Wyatts versus Shield. Mehr nicht.

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